....fallen einem sicher spontan ein, wenn man an Schweden denkt. Und natürlich auch solche Personen wie Astrid Lindgren, Olof Palme, Alfred Nobel oder der A-Klasse umwerfende Elch..
Als Leipziger hat man ja auch eigentlich ziemlich viel mit den Schweden zu tun, auch wenn man nicht unbedingt auf das Knäckebrot von Wasa schwört. Aber schließlich sind die schwedischen National- und unsere Stadtfarben identisch, vor den Toren der Stadt befindet sich die Gedenkstätte für den gefallenen Schwedenkönig und als heimatverbundener Freund des Gerstensaftes erblicke ich das Antlitz eben dieses Königs des Öfteren.
So richtig gute Marathon-Läufer hat Schweden eigentlich noch nicht hervorgebracht oder mir fällt halt spontan bloß keiner ein. Aber einen Marathon-Lauf gibt es dort und der ist nach Wahl der Sportler der Schönste weltweit und an eben diesem werde ich am 31. Mai (also exakt einen Tag nach dem Weltuntergang) teilnehmen, weswegen ich auch in diesem Jahr schweren Herzens auf den Silbersee verzichte.
Die Anmeldung für den Lauf ist völlig unproblematisch übers Netz möglich und diese Anmeldung war schon am Folgetag des Stockholm-Marathon 2007 möglich. Selbst über einen Anbieter ein Hotel gebucht, gerade noch rechtzeitig einen Billigflieger ergattert und so nehme ich den ersten Auslandsmarathon am letzten Maisamstag unter die Füße.
Es wird ein absoluter Erlebnislauf werden, denn die Strecke ist angeblich nicht sonderlich leicht und ich außerdem mit meinem Schwager zusammen laufen will.
Und um wieder auf ABBA zu kommen, ich möchte dort nur ungern mein Waterloo erleben und dabei ist es mir auch egal, dass nur the winner takes it all. Aber ich knowing me, knowing you und will auch keinen auf dancing queen machen, so dass alle nur mamma mia sagen. Nein, ich sage thank you fort he music, knabbere unterwegs ein paar chiquititas und werde ansonsten einen auf flügellahmer fernando machen.
Man erwarte also bitte nicht, dass ich der LG zu Ruhm und Ehre verhelfe, das hat sie ersten schon und von mir ist da ohnehin nichts zu leisten.
Mit der Teilnahmebestätigung bekommt man übrigens eine 4 seitige deutschsprachige Broschüre mitgeschickt, die alle wichtigen Informationen beinhaltet. So ist beispielsweise die Nutzung des Nahverkehrs vom 29.-31. Mai für Läufer kostenfrei, wo gibt es denn noch soetwas.
Ich werde jedenfalls vom Lauf berichten, egal ob es einer wissen will....
Donnerstag, 22. Mai 2008
Montag, 21. April 2008
PB trotz GW
Genau, persönliche Bestzeit trotz permanentem Gegenwind, es hat funktioniert.
Aber mal schön der Reihe nach, so viel Zeit muss sein. Am Day before fand in der Frühe noch ein Lauf zum Auflockern statt und trotz eines eigentlich nicht vorhandenen Tempos wurden die alten Knochen nicht wirklich lockerer. Die abendliche Nudelparty musste ich aufgrund einer mittelschweren Migräneattacke (ja, leider bekommen auch Männer so etwas) sausen lassen, so dass die Zweifel natürlich einen neuen Schub bekamen.
Sonntag früh ging es dann ab in die Grube-Halle, wo ich auf die Vereinskollegen Dirk und Ronald traf. Letzterer versuchte sich als „Kachelmann für Arme“ und prognostizierte für die Strecke nahezu komplette Windstille. Damit lag er zwar gründlich daneben, konnte sich aber dennoch als zukünftige Wetterfee empfehlen, die liegen schließlich auch immer falsch. Langsam ging es dann zum Start, unterwegs wurde eigentlich ganz schön gefroren und so konnte ich den Rennbeginn kaum erwarten. Leider entgingen mir meine Vereinsoberen, so dass ich ihnen kein Glück wünschen konnte, aber das brauchten sie wohl auch nicht. Nur der „Frische Franzose“ lief mir noch über den Weg und natürlich jede Menge andere bekannte Leute.
Für meine geplante 3:45 h war ein Schnitt von 5:20 erforderlich, den ich aber eigentlich erst ab km 3 erreichen wollte. Möglicherweise lag es an der Kälte, dass ich das nicht geschafft habe, es ging jedenfalls gleich ziemlich zügig los und bei der 5-er Marke hatte ich nur 10 s Rückstand auf die Richtzeit. Am Ring lauerte der Halbe David auf uns Marathonis und war so nett, mich ein Stück zu begleiten. Auch die radelnde Silke stand an der Strecke und feuerte uns an, so etwas baut immer auf.
Beim Einlaufen in das Rondell an der DB kam mir Dirk entgegen, leider nicht das letzte Treffen auf der Strecke. Die Prager Straße zieht sich ja ganz schön und es geht eigentlich permanent bergauf, was sich bei Gegenwind als besonders lästig erweist. Aber trotzdem war nach 10 km alles exakt im Plan und zwar auf die Sekunde genau. Kurz vorher hatte mich ein Läufer gefragt, ob er mit mir zusammen laufen dürfe und da ich ein großzügiger Mensch bin, habe ich das selbstverständlich gestattet. Mit Christian hatte ich dann in meinem 21. Marathon zum ersten Mal einen Laufpartner gefunden und mit ihm auch wunderbar harmoniert, vielen Dank für die Begleitung und gegenseitige Motivation.
Ein Blick auf die Uhr beim Erreichen der HM-Marke zeigte, dass wir schon anderthalb Minuten im Plus waren und bei dieser Marke gab es zum ersten Mal auch viele Zuschauer. Auch die auf den Start wartenden Halben trugen zu diesem Stimmungshöhepunkt bei, vom Verein waren Martin, Christoph und Matthi zu sehen und natürlich David, der mich wieder ein Stück begleitete. Wahrscheinlich waren es genau die Körner, die er dabei auf dem Weg zur eigenen PB vergeudet hat, aber so selbstlos sind wir eXaner halt. Wie in nahezu jedem Lauf wurde mir mal wieder bescheinigt, dass ich unheimlich locker aussehe. Naja, wenn schon nicht schnell laufen, dann wenigstens schön….
Die Split-Zeiten blieben nach wie vor sehr gut und mei Versuch, etwas Tempo herauszunehmen, scheiterten grandios und so wuchs die Befürchtung, dass es vielleicht zum Einbruch käme. Ich war mir aber sicher, dass dieser höchstens nach km 35 auftreten würde und ab da komme ich auf jeden Fall ins Ziel.
Beim km 33 gab es ein Negativerlebnis, denn vor mir tauchte plötzlich Dirk auf, gehend und total frustriert, denn er bekam keine Luft mehr und stieg aus. Bitter für ihn, bei mir ging es unverändert gut, auch wenn es langsam aber sicher weh tat.
Es hatte sich schon vorher angedeutet, aber bei der Verpflegungsstelle bei km 36 konnte Christian nicht mehr folgen und es wurde für mich ein verdammt einsames und hartes Rennen. Aber jegliche Versuchung wurde sofort im Keim erstickt, auch wenn ich jetzt vom Genusslauf weit entfernt war. Inzwischen hatte ich den Tunnelblick, war mir der PB relativ sicher, aber auch nicht mehr zu irgendwelchen Hochrechnungen in der Lage. Ab und zu ein Blick nach hinten, ob nicht die Halbmarathonis auftauchen, aber da war nichts. Die letzten 1500 m hatte ich schon ein Grinsen im Gesicht, die Faust war schon lange vor Freude geballt und mein Lächeln spiegelte sich jetzt auch in vielen Gesichtern.
Die Zielgerade und die Uhr zeigte erst 3:40 an, mein Lächeln wurde noch breiter. Erst Recht, als ich meine Frau in der Menge entdeckte. Zieleinlauf, 3:40:15, eine Umarmung und Wasser des Glücks in den Augen.
Ziel 1 bis einschließlich 8 erreicht, ohne eigenes Zutun leider auch die 19, was will man mehr. Die PB um 6 Minuten verbessert, Vereinskollegen mit unglaublichen Zeiten und Platzierungen, sowohl auf der ganzen als auch der halben Strecke, ein schöner Tag.
Nur für die Statistik:
HM: 1:50:55 2. HM: 1:49:20 gesamt 3:40:15
Platz 227 von 614, AK 14 von 40 und bei den Sachsenmeisterschaften 4. Platz der AK M50
Aber mal schön der Reihe nach, so viel Zeit muss sein. Am Day before fand in der Frühe noch ein Lauf zum Auflockern statt und trotz eines eigentlich nicht vorhandenen Tempos wurden die alten Knochen nicht wirklich lockerer. Die abendliche Nudelparty musste ich aufgrund einer mittelschweren Migräneattacke (ja, leider bekommen auch Männer so etwas) sausen lassen, so dass die Zweifel natürlich einen neuen Schub bekamen.
Sonntag früh ging es dann ab in die Grube-Halle, wo ich auf die Vereinskollegen Dirk und Ronald traf. Letzterer versuchte sich als „Kachelmann für Arme“ und prognostizierte für die Strecke nahezu komplette Windstille. Damit lag er zwar gründlich daneben, konnte sich aber dennoch als zukünftige Wetterfee empfehlen, die liegen schließlich auch immer falsch. Langsam ging es dann zum Start, unterwegs wurde eigentlich ganz schön gefroren und so konnte ich den Rennbeginn kaum erwarten. Leider entgingen mir meine Vereinsoberen, so dass ich ihnen kein Glück wünschen konnte, aber das brauchten sie wohl auch nicht. Nur der „Frische Franzose“ lief mir noch über den Weg und natürlich jede Menge andere bekannte Leute.
Für meine geplante 3:45 h war ein Schnitt von 5:20 erforderlich, den ich aber eigentlich erst ab km 3 erreichen wollte. Möglicherweise lag es an der Kälte, dass ich das nicht geschafft habe, es ging jedenfalls gleich ziemlich zügig los und bei der 5-er Marke hatte ich nur 10 s Rückstand auf die Richtzeit. Am Ring lauerte der Halbe David auf uns Marathonis und war so nett, mich ein Stück zu begleiten. Auch die radelnde Silke stand an der Strecke und feuerte uns an, so etwas baut immer auf.
Beim Einlaufen in das Rondell an der DB kam mir Dirk entgegen, leider nicht das letzte Treffen auf der Strecke. Die Prager Straße zieht sich ja ganz schön und es geht eigentlich permanent bergauf, was sich bei Gegenwind als besonders lästig erweist. Aber trotzdem war nach 10 km alles exakt im Plan und zwar auf die Sekunde genau. Kurz vorher hatte mich ein Läufer gefragt, ob er mit mir zusammen laufen dürfe und da ich ein großzügiger Mensch bin, habe ich das selbstverständlich gestattet. Mit Christian hatte ich dann in meinem 21. Marathon zum ersten Mal einen Laufpartner gefunden und mit ihm auch wunderbar harmoniert, vielen Dank für die Begleitung und gegenseitige Motivation.
Ein Blick auf die Uhr beim Erreichen der HM-Marke zeigte, dass wir schon anderthalb Minuten im Plus waren und bei dieser Marke gab es zum ersten Mal auch viele Zuschauer. Auch die auf den Start wartenden Halben trugen zu diesem Stimmungshöhepunkt bei, vom Verein waren Martin, Christoph und Matthi zu sehen und natürlich David, der mich wieder ein Stück begleitete. Wahrscheinlich waren es genau die Körner, die er dabei auf dem Weg zur eigenen PB vergeudet hat, aber so selbstlos sind wir eXaner halt. Wie in nahezu jedem Lauf wurde mir mal wieder bescheinigt, dass ich unheimlich locker aussehe. Naja, wenn schon nicht schnell laufen, dann wenigstens schön….
Die Split-Zeiten blieben nach wie vor sehr gut und mei Versuch, etwas Tempo herauszunehmen, scheiterten grandios und so wuchs die Befürchtung, dass es vielleicht zum Einbruch käme. Ich war mir aber sicher, dass dieser höchstens nach km 35 auftreten würde und ab da komme ich auf jeden Fall ins Ziel.
Beim km 33 gab es ein Negativerlebnis, denn vor mir tauchte plötzlich Dirk auf, gehend und total frustriert, denn er bekam keine Luft mehr und stieg aus. Bitter für ihn, bei mir ging es unverändert gut, auch wenn es langsam aber sicher weh tat.
Es hatte sich schon vorher angedeutet, aber bei der Verpflegungsstelle bei km 36 konnte Christian nicht mehr folgen und es wurde für mich ein verdammt einsames und hartes Rennen. Aber jegliche Versuchung wurde sofort im Keim erstickt, auch wenn ich jetzt vom Genusslauf weit entfernt war. Inzwischen hatte ich den Tunnelblick, war mir der PB relativ sicher, aber auch nicht mehr zu irgendwelchen Hochrechnungen in der Lage. Ab und zu ein Blick nach hinten, ob nicht die Halbmarathonis auftauchen, aber da war nichts. Die letzten 1500 m hatte ich schon ein Grinsen im Gesicht, die Faust war schon lange vor Freude geballt und mein Lächeln spiegelte sich jetzt auch in vielen Gesichtern.
Die Zielgerade und die Uhr zeigte erst 3:40 an, mein Lächeln wurde noch breiter. Erst Recht, als ich meine Frau in der Menge entdeckte. Zieleinlauf, 3:40:15, eine Umarmung und Wasser des Glücks in den Augen.
Ziel 1 bis einschließlich 8 erreicht, ohne eigenes Zutun leider auch die 19, was will man mehr. Die PB um 6 Minuten verbessert, Vereinskollegen mit unglaublichen Zeiten und Platzierungen, sowohl auf der ganzen als auch der halben Strecke, ein schöner Tag.
Nur für die Statistik:
HM: 1:50:55 2. HM: 1:49:20 gesamt 3:40:15
Platz 227 von 614, AK 14 von 40 und bei den Sachsenmeisterschaften 4. Platz der AK M50
Mittwoch, 16. April 2008
Sag mir wo Du stehst
Nein, keine Angst, es geht nicht um einen temporär aufrechten maskulinen Körperteil, schließlich ist das ja mehr oder weniger ein Lauf-Blog.
Meist weiß der Läufer ja nicht so ganz genau, wo er rein formmäßig vor einem Wettkampf steht. Und wenn man dem Vorwettkampfgejammer insbesondere am Start einer Marathonveranstaltung glauben würde, dann wäre jeder Marathon eine Veranstaltung für Leute mit gaaaaaanz wenig Training, gaaaaaaanz schlimmen Verletzungen und seeeeeeeehr heftigen Wehwehchen. Nach diesem "Läuferlatein" müsste eigentlich die Einteilung in Altersklassen aufgehoben werden und statt dessen wie bei den Paralympics in Schadensklassen gewertet werden.
Nun, ich weiß tatsächlich nicht so richtig, wozu ich läuferisch momentan in der Lage bin. Die Trainingsquantität stimmt eindeutig, zum ersten Mal in meiner Lauf-"Karriere" steht zu diesem Jahreszeitpunkt eine vierstellige Zahl auf dem Tacho. Noch nie habe ich so viele lange Läufe von 20 und mehr Kilometern absolviert (29) und noch nie war mein Schnitt km/Trainingseinheit so hoch (18). Und trotzdem bin ich ein Turnbeutelvergesser und Saunauntensitzer, denn es fehlt eindeutig die Qualität, Tempo oder gar Intervalle waren bestenfalls als Spurenelemente zu verzeichnen. Alles nur, weil nach dem saublöden Sturz und der bescheuerten Bänderdehnung vom Dezember (!!!) die Knochen einfach nicht so wollten, wie ich das will. Jede Tempoverschärfung (wenn ich von Tempo rede, dann ist das für die meisten Vereinskameraden Regeneration) brachte unvermeidlich Schmerzen mit sich und das ist auch heute noch so.
Trotzdem, wat mutt, dat mutt und so will ich am Sonntag PB laufen, die alte steht bei 3:46:12 und ist immerhin schon 4 Jahre alt.
Man soll sich ja realistische Ziele stellen und so habe ich mal eine Zielliste aufgestellt, wobei die Wahrscheinlichkeit mit steigender Ordnungsnummer stark sinkt.
01. Marathon bis ins Ziel bringen
02. Lauf gesund und mit erträglichen Schmerzen überstehen
03. Schnitt von 6 min/km laufen (also Endzeit um die 4:15)
04. unter 4 Stunden laufen
05. vor den ersten Halbmarathonis der LG ins Ziel kommen
06. unter 3:46:12 laufen
07. unter 3:45 laufen
08. vor den ersten Halbmarathonis ins Ziel kommen
19. auf dna auflaufen und ihn überholen
20. auf herchi auflaufen und ihn stehen lassen
21. auf rs auflaufen und passieren
32. nacheinander (Reihenfolge beliebig) roadrunner, jr, steven, cp ein- und überholen
33. jg erreichen und ihn zum zweiten Platz ziehen
34. Streckenrekord laufen
35. JWBL rennen
36. Haile's Berliner Zeit pulverisieren
37. der Erste unter 2h sein
38. Doping-Probe gut überstehen
OK, nicht übertreiben. ;-)))))
Alles bis Punkt 7 scheint realistisch, eventuell noch die 8, da letztes Jahr der Sieg auf der HN-Strecke für 1:14 weg ging.
Meist weiß der Läufer ja nicht so ganz genau, wo er rein formmäßig vor einem Wettkampf steht. Und wenn man dem Vorwettkampfgejammer insbesondere am Start einer Marathonveranstaltung glauben würde, dann wäre jeder Marathon eine Veranstaltung für Leute mit gaaaaaanz wenig Training, gaaaaaaanz schlimmen Verletzungen und seeeeeeeehr heftigen Wehwehchen. Nach diesem "Läuferlatein" müsste eigentlich die Einteilung in Altersklassen aufgehoben werden und statt dessen wie bei den Paralympics in Schadensklassen gewertet werden.
Nun, ich weiß tatsächlich nicht so richtig, wozu ich läuferisch momentan in der Lage bin. Die Trainingsquantität stimmt eindeutig, zum ersten Mal in meiner Lauf-"Karriere" steht zu diesem Jahreszeitpunkt eine vierstellige Zahl auf dem Tacho. Noch nie habe ich so viele lange Läufe von 20 und mehr Kilometern absolviert (29) und noch nie war mein Schnitt km/Trainingseinheit so hoch (18). Und trotzdem bin ich ein Turnbeutelvergesser und Saunauntensitzer, denn es fehlt eindeutig die Qualität, Tempo oder gar Intervalle waren bestenfalls als Spurenelemente zu verzeichnen. Alles nur, weil nach dem saublöden Sturz und der bescheuerten Bänderdehnung vom Dezember (!!!) die Knochen einfach nicht so wollten, wie ich das will. Jede Tempoverschärfung (wenn ich von Tempo rede, dann ist das für die meisten Vereinskameraden Regeneration) brachte unvermeidlich Schmerzen mit sich und das ist auch heute noch so.
Trotzdem, wat mutt, dat mutt und so will ich am Sonntag PB laufen, die alte steht bei 3:46:12 und ist immerhin schon 4 Jahre alt.
Man soll sich ja realistische Ziele stellen und so habe ich mal eine Zielliste aufgestellt, wobei die Wahrscheinlichkeit mit steigender Ordnungsnummer stark sinkt.
01. Marathon bis ins Ziel bringen
02. Lauf gesund und mit erträglichen Schmerzen überstehen
03. Schnitt von 6 min/km laufen (also Endzeit um die 4:15)
04. unter 4 Stunden laufen
05. vor den ersten Halbmarathonis der LG ins Ziel kommen
06. unter 3:46:12 laufen
07. unter 3:45 laufen
08. vor den ersten Halbmarathonis ins Ziel kommen
19. auf dna auflaufen und ihn überholen
20. auf herchi auflaufen und ihn stehen lassen
21. auf rs auflaufen und passieren
32. nacheinander (Reihenfolge beliebig) roadrunner, jr, steven, cp ein- und überholen
33. jg erreichen und ihn zum zweiten Platz ziehen
34. Streckenrekord laufen
35. JWBL rennen
36. Haile's Berliner Zeit pulverisieren
37. der Erste unter 2h sein
38. Doping-Probe gut überstehen
OK, nicht übertreiben. ;-)))))
Alles bis Punkt 7 scheint realistisch, eventuell noch die 8, da letztes Jahr der Sieg auf der HN-Strecke für 1:14 weg ging.
Montag, 31. März 2008
Meine beste Freundin
Auch wenn ich jetzt meinen guten Ruf riskiere, aber es muss einfach mal heraus, ich habe (trotz glücklicher Ehe) eine Freundin. War es früher so, dass ich mal diese und mal jene ausprobiert habe, so bin ich doch zunehmend treu geworden. Wenn ich es mir recht überlege, dann gibt es schon mindestens 2 Monate keine andere mehr neben ihr, so lange habe ich noch bei keiner einzigen ausgehalten.
Dabei kam alles so ganz unverhofft und eigentlich auch ein wenig schwer vorstellbar. Mein Sohn lernte sie dereinst bei einem Arztbesuch kennen und obwohl das so gar nicht seine Art ist, brachte er sie sofort mit nach Hause. Ich musste zwar ein wenig nachhelfen, aber schließlich lehnte sie sich zärtlich an seinen Rücken. Für ihn war diese Begegnung eine der anderen Art und ich weiß auch nicht, was zwischen den beiden vorgefallen war, aber unter Tränen und mit heftiger Verzweiflung wollte er nie wieder etwas mit ihr zu tun haben. Sie verschwand aus unserem Leben und nur manchmal dachten wir noch an dieses scharfe Luder. Bis es eines Tages der Zufall wollte, dass sie mir in die Arme fiel. Ich wurde schwach, sie sah aber auch zu verführerisch in ihrem rot-blauen Einteiler aus. Und da sie es auch wollte, benutzte ich sie an Ort und Stelle, es war uns alles egal, sie gab sich mir einfach hin und entfachte ein Feuer, wie ich es noch niemals erlebte. Sie gab und gibt mir so viel Wärme, wie es bisher noch keine geschafft hat. Sie verursacht bei mir unkontrollierte Schweißausbrüche und ein beinahe unerträgliches Prickeln auf der Haut. Und doch, trotz all der Schmerzen, komme ich einfach nicht von ihr los, bin ihr hoffnungslos verfallen, muss sie einfach ständig um mich haben. Das Schöne an der Sache ist, meine Frau hat nichts dagegen, denn das, was ich mit meiner Freundin anstelle, das könnte ich mit meiner Frau nie machen. Sie hat halt bloß einen komischen Namen, meine Freundin, einen, den ich vorher noch nie gehört habe. In der Tat einen eigenartigen Namen, denn was mögen sich ihre Eltern bei der Namenssuche gedacht haben? Ich weiß auch gar nicht, welcher Sprache dieser Name entspringt, aber wenn ich mit Latein oder Griechisch versuche, dann heißt sie die letzte Ecke oder gar die letzte Ölung, ich weiß es einfach nicht, wir hatten ja nur russisch und so nenne ich sie einfach nur zärtlich: mein Finchen.
Ich bin nicht ihr Einziger, denn viele hatten sie schon, aber das macht mir nichts aus. Auch ein Punkt, der mich an mir sehr stark wundert, denn ich teile sie gern mit anderen, für mich allein wäre sie auch nicht zu verkraften.
Dabei kam alles so ganz unverhofft und eigentlich auch ein wenig schwer vorstellbar. Mein Sohn lernte sie dereinst bei einem Arztbesuch kennen und obwohl das so gar nicht seine Art ist, brachte er sie sofort mit nach Hause. Ich musste zwar ein wenig nachhelfen, aber schließlich lehnte sie sich zärtlich an seinen Rücken. Für ihn war diese Begegnung eine der anderen Art und ich weiß auch nicht, was zwischen den beiden vorgefallen war, aber unter Tränen und mit heftiger Verzweiflung wollte er nie wieder etwas mit ihr zu tun haben. Sie verschwand aus unserem Leben und nur manchmal dachten wir noch an dieses scharfe Luder. Bis es eines Tages der Zufall wollte, dass sie mir in die Arme fiel. Ich wurde schwach, sie sah aber auch zu verführerisch in ihrem rot-blauen Einteiler aus. Und da sie es auch wollte, benutzte ich sie an Ort und Stelle, es war uns alles egal, sie gab sich mir einfach hin und entfachte ein Feuer, wie ich es noch niemals erlebte. Sie gab und gibt mir so viel Wärme, wie es bisher noch keine geschafft hat. Sie verursacht bei mir unkontrollierte Schweißausbrüche und ein beinahe unerträgliches Prickeln auf der Haut. Und doch, trotz all der Schmerzen, komme ich einfach nicht von ihr los, bin ihr hoffnungslos verfallen, muss sie einfach ständig um mich haben. Das Schöne an der Sache ist, meine Frau hat nichts dagegen, denn das, was ich mit meiner Freundin anstelle, das könnte ich mit meiner Frau nie machen. Sie hat halt bloß einen komischen Namen, meine Freundin, einen, den ich vorher noch nie gehört habe. In der Tat einen eigenartigen Namen, denn was mögen sich ihre Eltern bei der Namenssuche gedacht haben? Ich weiß auch gar nicht, welcher Sprache dieser Name entspringt, aber wenn ich mit Latein oder Griechisch versuche, dann heißt sie die letzte Ecke oder gar die letzte Ölung, ich weiß es einfach nicht, wir hatten ja nur russisch und so nenne ich sie einfach nur zärtlich: mein Finchen.
Ich bin nicht ihr Einziger, denn viele hatten sie schon, aber das macht mir nichts aus. Auch ein Punkt, der mich an mir sehr stark wundert, denn ich teile sie gern mit anderen, für mich allein wäre sie auch nicht zu verkraften.
Dienstag, 11. März 2008
Messe, Matsch und Markkleeberg
Wenn schon alle ihre Laufberichte abgegeben haben, muss ich halt auch noch meinen Senf dazu geben. Wenngleich natürlich Senf eine Bratwurst bedingt, womit ich schon fast beim Thema bin.
Durch eine langwierige Verletzung gehandicapt, wusste ich bis zum Samstag nicht so richtig, welche Zeit ich laufen kann. Wobei, wenn man sich am Start eines Laufes befindet, dann fällt man zwangsläufig unangenehm auf, wenn man keine Verletzung oder zumindest eine Erkrankung und damit extremen Trainingsausfall für sich reklamieren kann. Läuferische Wettkämpfe muten fast ein wenig wie die Paralympics an, wenn man den Worten immer trauen kann.....
Da ich nichts riskieren wollte, bot ich mich hn als Zugpferd an, schließlich liegt mein cw-Wert und damit mein Windschatten etwa doppelt so hoch wie der von cp. Ausgemacht war ein Tempo, welches auf eine 50-er Zeit hinausging. Nun bin ich ja der Aussätzige des Vereins, der eine, der noch immer ohne Forerunner läuft. Ich weiß ja, dass ich damit eine interne Strafmaßnahme geradezu erbettle und manchmal bereue ich auch zutiefst, aber bisher schreckt mich die Größe dieser Teile furchtbar ab, da muss man ja noch gezielt Krafttraining mit dem linken Arm machen. Jedenfalls muss sich ein NFR (Non-Forerunner-Runner) auf sein Tempogefühl verlassen und da hapert es doch ein wenig, so dass wir leicht zu schnell waren. Aber da hn folgen konnte, ließen wir es dabei. Ich lief deutlich über Limit und was mir viel wichtiger war, auch deutlich schmerzfrei. Und so kamen wir mehr oder weniger entspannt nach einer teils heftigen Schlammpackung mit einer niedrigen 48-er Zeit ins matschige Ziel.
Die Wege waren teilweise wie Schmierseife, Matsch allerorten. Aber in meiner Altersklasse muss man sich ja so langsam an den Geruch feuchter Erde gewöhnen.......
Schön war es natürlich, mal wieder viele Leute aus dem Verein zu treffen, auch wenn die meisten auf der Strecke dann eine völlig ungesunde Hektik entfalteten.
Es soll wohl auf der Strecke einen Zwischenfall mit einem Pferd gegeben haben, welches scheute und einen Läufer meiner AK darufhin bedrängte. Und dami wäre ich wieder beim Senf, denn Pferdebratwurst ist ziemlich lecker (mit Senf). ;-)))
Gestern sollte es dann ein langer Lauf im niedrigen Tempo werden. Dieser Plan wurde allerdings schon kurz hinter dem Parkplatz torpediert, als die Vereinsführung auftauchte und ich mich genötigt fühlte, wenigstens ein Stück mit ihnen zu laufen. Nach einem gefühlten 10-er Wettkampftempo trennten sich dann unsere Wege, die Herren verabschiedeten sich ins Küchholz und ich mich an den Markkleeberger See. Mein zweiter Lauf an diesem Gefilde (man ist schneller da als am Cosi), dieses Terrain ist wesentlich anspruchsvoller als die Runde um den Cospudener See. Es gibt ziemliche Höhenunterschiede und wie an keiner anderen Stelle wird da das Naturgesetz eindrucksvoll nachgewiesen, dass der Wind IMMER von vorn kommt.
Letztendlich wurden es gute 32 km und das mit "Anfangsbeschleunigung", eine völlig neue Trainingsform.
Durch eine langwierige Verletzung gehandicapt, wusste ich bis zum Samstag nicht so richtig, welche Zeit ich laufen kann. Wobei, wenn man sich am Start eines Laufes befindet, dann fällt man zwangsläufig unangenehm auf, wenn man keine Verletzung oder zumindest eine Erkrankung und damit extremen Trainingsausfall für sich reklamieren kann. Läuferische Wettkämpfe muten fast ein wenig wie die Paralympics an, wenn man den Worten immer trauen kann.....
Da ich nichts riskieren wollte, bot ich mich hn als Zugpferd an, schließlich liegt mein cw-Wert und damit mein Windschatten etwa doppelt so hoch wie der von cp. Ausgemacht war ein Tempo, welches auf eine 50-er Zeit hinausging. Nun bin ich ja der Aussätzige des Vereins, der eine, der noch immer ohne Forerunner läuft. Ich weiß ja, dass ich damit eine interne Strafmaßnahme geradezu erbettle und manchmal bereue ich auch zutiefst, aber bisher schreckt mich die Größe dieser Teile furchtbar ab, da muss man ja noch gezielt Krafttraining mit dem linken Arm machen. Jedenfalls muss sich ein NFR (Non-Forerunner-Runner) auf sein Tempogefühl verlassen und da hapert es doch ein wenig, so dass wir leicht zu schnell waren. Aber da hn folgen konnte, ließen wir es dabei. Ich lief deutlich über Limit und was mir viel wichtiger war, auch deutlich schmerzfrei. Und so kamen wir mehr oder weniger entspannt nach einer teils heftigen Schlammpackung mit einer niedrigen 48-er Zeit ins matschige Ziel.
Die Wege waren teilweise wie Schmierseife, Matsch allerorten. Aber in meiner Altersklasse muss man sich ja so langsam an den Geruch feuchter Erde gewöhnen.......
Schön war es natürlich, mal wieder viele Leute aus dem Verein zu treffen, auch wenn die meisten auf der Strecke dann eine völlig ungesunde Hektik entfalteten.
Es soll wohl auf der Strecke einen Zwischenfall mit einem Pferd gegeben haben, welches scheute und einen Läufer meiner AK darufhin bedrängte. Und dami wäre ich wieder beim Senf, denn Pferdebratwurst ist ziemlich lecker (mit Senf). ;-)))
Gestern sollte es dann ein langer Lauf im niedrigen Tempo werden. Dieser Plan wurde allerdings schon kurz hinter dem Parkplatz torpediert, als die Vereinsführung auftauchte und ich mich genötigt fühlte, wenigstens ein Stück mit ihnen zu laufen. Nach einem gefühlten 10-er Wettkampftempo trennten sich dann unsere Wege, die Herren verabschiedeten sich ins Küchholz und ich mich an den Markkleeberger See. Mein zweiter Lauf an diesem Gefilde (man ist schneller da als am Cosi), dieses Terrain ist wesentlich anspruchsvoller als die Runde um den Cospudener See. Es gibt ziemliche Höhenunterschiede und wie an keiner anderen Stelle wird da das Naturgesetz eindrucksvoll nachgewiesen, dass der Wind IMMER von vorn kommt.
Letztendlich wurden es gute 32 km und das mit "Anfangsbeschleunigung", eine völlig neue Trainingsform.
Donnerstag, 28. Februar 2008
List, Lust und Laufen
Dass wir der Natur hoffnungslos unterlegen sind, das weiß doch nahezu ein jeder. Und so verwundert es eigentlich auch nicht, dass wir Vertreter der Gattung Homo laufensis einfach nicht verstehen wollen, dass es ein Leben jenseits der Laufpisten dieser Welt gibt. Nehmen wir nur mal das immer gut passende Thema SEX.
Sex UND Laufen (zumindest gleichzeitig) schließt sich ja zum großen Teil aus. Machen wir uns nichts vor, manche laufen anstelle von Sex, manche stellen sich Sex beim Laufen vor und wieder andere können sich gar nicht mehr vorstellen, Sex zu haben. Es soll sogar Leute geben, die das Laufen praktizieren, um eine Ausrede zu haben, wenn sie zum Sex gezwungen werden sollen und das mit der Migräne nicht mehr zieht.
Wie komme ich auf solch tiefgründige Betrachtungen? Die Weltpresse ist dran schuld, denn die haut uns heute den folgenden Artikel um die Augen:
Alles für guten Sex: Listspinnen stellen sich tot
London (dpa) - Besonders raffinierte Männchen der Listspinne stellen sich kurz tot, um ihre Partnerinnen zum Sex zu bewegen. In ihrem Mund bieten sie zunächst ein «Brautgeschenk» an - beispielsweise eine erbeutete Fliege - dann bleiben sie bewegungslos liegen.
Wenn das Weibchen sich über die Nahrung hermacht, bringt sich das Männchen blitzschnell in die Paarungsposition. Nach einem Bericht des britischen Magazins «New Scientist» (Nr. 2645, S. 19) kamen 89 Prozent der männlichen Listspinnen (Pisaura mirabilis), die diese Strategie beherrschten, zum Sex. Von den Männchen, die die Technik des Totstellens nicht anwandten, schafften es nur 40 Prozent bis zur Begattung.
Außerdem konnten die trickreichen Männchen mehr Eier befruchten, da die Paarungen länger dauerten, fanden die Wissenschaftler der Universität Århus in Dänemark heraus. Bislang sei die Technik des Totstellens zur Abwehr von Fressfeinden im Tierreich bekannt gewesen.Als Sex-Strategie sei sie erstmals beobachtet worden, hieß es weiter. «Das offensichtliche Anti-Räuber-Verhalten hat sich zu einer anwendbaren Paarungsstrategie entwickelt», sagte die Biologin Trine Bilde von der Universität Århus dem «New Scientist». Der Originalartikel ist im Journal «Behavioral Ecology» erschienen.
Welche Konsequenzen soll man da nun als Läufer drauß ziehen? Soll sich der Läufer reglos auf die Piste legen, ein paar nagelneue Funktionsklamotten in den Händen und darauf warten, dass sich ein andersgeschlechtlicher Freizeitakteur auf selbige stürzt? Die Gefahr, dabei von einem Stockschleifer erlegt zu werden, wäre mir jedenfalls viel zu groß.
Aber man kann das ja mal 1:1 von der Spinne übernehmen. Ich werde mich mal heute abend im ehelichen Hobbyraum tot stellen (also wie immer), aber dabei einen Hähnchenschenkel aus dem Mund hängen lassen. Mal sehen, ob meine Frau darauf anspringt?
Ja, ich gehe ja dann noch laufen.....
Sex UND Laufen (zumindest gleichzeitig) schließt sich ja zum großen Teil aus. Machen wir uns nichts vor, manche laufen anstelle von Sex, manche stellen sich Sex beim Laufen vor und wieder andere können sich gar nicht mehr vorstellen, Sex zu haben. Es soll sogar Leute geben, die das Laufen praktizieren, um eine Ausrede zu haben, wenn sie zum Sex gezwungen werden sollen und das mit der Migräne nicht mehr zieht.
Wie komme ich auf solch tiefgründige Betrachtungen? Die Weltpresse ist dran schuld, denn die haut uns heute den folgenden Artikel um die Augen:
Alles für guten Sex: Listspinnen stellen sich tot
London (dpa) - Besonders raffinierte Männchen der Listspinne stellen sich kurz tot, um ihre Partnerinnen zum Sex zu bewegen. In ihrem Mund bieten sie zunächst ein «Brautgeschenk» an - beispielsweise eine erbeutete Fliege - dann bleiben sie bewegungslos liegen.
Wenn das Weibchen sich über die Nahrung hermacht, bringt sich das Männchen blitzschnell in die Paarungsposition. Nach einem Bericht des britischen Magazins «New Scientist» (Nr. 2645, S. 19) kamen 89 Prozent der männlichen Listspinnen (Pisaura mirabilis), die diese Strategie beherrschten, zum Sex. Von den Männchen, die die Technik des Totstellens nicht anwandten, schafften es nur 40 Prozent bis zur Begattung.
Außerdem konnten die trickreichen Männchen mehr Eier befruchten, da die Paarungen länger dauerten, fanden die Wissenschaftler der Universität Århus in Dänemark heraus. Bislang sei die Technik des Totstellens zur Abwehr von Fressfeinden im Tierreich bekannt gewesen.Als Sex-Strategie sei sie erstmals beobachtet worden, hieß es weiter. «Das offensichtliche Anti-Räuber-Verhalten hat sich zu einer anwendbaren Paarungsstrategie entwickelt», sagte die Biologin Trine Bilde von der Universität Århus dem «New Scientist». Der Originalartikel ist im Journal «Behavioral Ecology» erschienen.
Welche Konsequenzen soll man da nun als Läufer drauß ziehen? Soll sich der Läufer reglos auf die Piste legen, ein paar nagelneue Funktionsklamotten in den Händen und darauf warten, dass sich ein andersgeschlechtlicher Freizeitakteur auf selbige stürzt? Die Gefahr, dabei von einem Stockschleifer erlegt zu werden, wäre mir jedenfalls viel zu groß.
Aber man kann das ja mal 1:1 von der Spinne übernehmen. Ich werde mich mal heute abend im ehelichen Hobbyraum tot stellen (also wie immer), aber dabei einen Hähnchenschenkel aus dem Mund hängen lassen. Mal sehen, ob meine Frau darauf anspringt?
Ja, ich gehe ja dann noch laufen.....
Sonntag, 24. Februar 2008
Marx, Murks und andere "Haileids"
Nun begab es sich in dieser Woche, dass mein holdes Weib und ich unseren Resturlaub vernichten mussten, aber leider nur 4 Tage Zeit hatten. Da ich ja der Älteste unter den eXa-nern bin, was lag also näher, als die älteste Stadt Deutschlands zu besuchen, nämlich Trier. Der durch zahlreiche marxistisch-leninistische Schulungen gestärke Charakter wird zweifellos sofort wissen, dass es sich dabei um die Geburtsstadt von Karl Marx handelt, um den es in letzter Zeit in unserer schönen Heimatstadt mal wieder ganz schönen Wirbel gab.
Das letzte bekannte Gesicht in Leipzig war das von Chrische, der gerade seinen Nachwuchs mit Backwaren der Firma Ostermann versorgte und kaum 7 Stunden später waren wir auch schon dort in Trier. In der Stadt, wo nach der Meinung einiger Durchgeknallter das Unheil dieser Welt seinen Ursprung nahm, nur weil der Marxismus Staatsreligion der DDR war. Ohne politisch zu werden, aber was die Führung dieses untergegangenen Landes gemacht hat, das war Murks, da konnte doch wohl olle Karli nichts dafür.
Leider war am Donnerstag der Kurzurlaub schon wieder Geschichte und Freitag früh ging es in den Wald, wo ich völlig überraschend auf Roadrunner traf, der es sogar geschafft hat, sich für einige Kilometer auf mein Tempo herabzulassen.....
Samstag kam mir dann Jutta entgegen, sie war schon fertig und ich habe gerade erst angefangen, ja wer zu spät kommt. Am Cosi ging es dann schon weiter mit der Vereinsmeierei, denn jg und weichei zogen elegant an mir vorbei. Aber dann passierte etwas, womit ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu glauben wagen konnte, ich konnte die beiden stellen und überholen, ohne mich dabei besonders anstrengen zu müssen. Den Gladiator der Stadtrangliste und den Dritten des letzten Leipzig-Marathon lies ich einfach so stehen, herrlich (ok, die beiden standen und begossen die Pflänzlein am Wegesrand, aber immerhin).
Seit Samstag weiß ich auch endlich, wofür jg eigentlich steht. Ich dachte immer, das sind die Anfangsbuchstaben von Vor- und Zuname, völliger Blödsinn, das heißt ganz einfach juttas gatte.....
Das letzte bekannte Gesicht in Leipzig war das von Chrische, der gerade seinen Nachwuchs mit Backwaren der Firma Ostermann versorgte und kaum 7 Stunden später waren wir auch schon dort in Trier. In der Stadt, wo nach der Meinung einiger Durchgeknallter das Unheil dieser Welt seinen Ursprung nahm, nur weil der Marxismus Staatsreligion der DDR war. Ohne politisch zu werden, aber was die Führung dieses untergegangenen Landes gemacht hat, das war Murks, da konnte doch wohl olle Karli nichts dafür.
Leider war am Donnerstag der Kurzurlaub schon wieder Geschichte und Freitag früh ging es in den Wald, wo ich völlig überraschend auf Roadrunner traf, der es sogar geschafft hat, sich für einige Kilometer auf mein Tempo herabzulassen.....
Samstag kam mir dann Jutta entgegen, sie war schon fertig und ich habe gerade erst angefangen, ja wer zu spät kommt. Am Cosi ging es dann schon weiter mit der Vereinsmeierei, denn jg und weichei zogen elegant an mir vorbei. Aber dann passierte etwas, womit ich in meinen kühnsten Träumen nicht zu glauben wagen konnte, ich konnte die beiden stellen und überholen, ohne mich dabei besonders anstrengen zu müssen. Den Gladiator der Stadtrangliste und den Dritten des letzten Leipzig-Marathon lies ich einfach so stehen, herrlich (ok, die beiden standen und begossen die Pflänzlein am Wegesrand, aber immerhin).
Seit Samstag weiß ich auch endlich, wofür jg eigentlich steht. Ich dachte immer, das sind die Anfangsbuchstaben von Vor- und Zuname, völliger Blödsinn, das heißt ganz einfach juttas gatte.....
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